Projekt Landwirtschaft oder „Ist Bio wirklich besser“?


Wie werden unsere Lebensmittel produziert? Welche Formen der Landwirtschaft gibt es? Warum ist Bio teurer und sind Biolebensmittel wirklich gesünder als „normale“? Mit derartigen Fragen beschäftigte sich die 7C Klasse des naturwissenschaftlichen Zweiges des BRG Lienz im Rahmen eines Talente regional-Projektes im Mai und Juni 2016 unter der Leitung von Frau Prof. Renate Hölzl!
Einen ersten Einblick in das Thema vermittelte uns Herr Ao. Univ. Prof. Dr. Christian Vogel, am 18.5.2015, von der landwirtschaftlichen Abteilung der Universität für Bodenkultur in Wien. In einem zweistündigen Workshop stellte er uns verschiedene Methoden landwirtschaftlicher Produktion vor. Anschließend erfolgte eine Gegenüberstellung der beiden Extreme „industrielle Landwirtschaft“  und „Biolandwirtschaft“ und uns SchülerInnen wurde bald klar, dass industrielle Landwirtschaft auf Dauer durch Chemikalien und aggressive Bearbeitungsmethoden Böden, Trinkwasser und Naturlandschaften zerstört und außerdem negative Auswirkungen auf die Lebensmittelqualität hat. Massentierhaltung und die Zerstörung kleinbäuerlicher Strukturen sind ebenfalls Folgen dieser rein gewinnortientierten Produktionsform!
Um uns von der Arbeitsweise eines Biobauern ein Bild zu machen, besuchten wir am 10. 6. 2016 den Biobetrieb von Herrn Marzell Pondorfer in Dölsach. Hier erfuhren wir im direkten Gespräch, wie Fruchtfolge, natürliche Schädlingsbekämpfung und artgerechte Tierhaltung in der Praxis umgesetzt werden und dass die meisten Biobauern zusätzliche Marktnischen benötigen, um sich wirtschaftlich über Wasser zu halten, da die Konkurrenz durch Billigprodukte aus konventioneller Landwirtschaft sehr groß ist. Herr Pondorfer beispielsweise mahlt  das Getreide für die Bauern der Umgebung. Seine Produkte verkauft er hauptsächlich ab Hof. Man kann daher nur aus tiefster Überzeugung, das Richtige zu tun, Biobauer werden! Trotzdem ist er überzeugt davon, dass letztendlich nur die biologische Landwirtschaft langfristig die Ernährungssicherheit der Menschheit gewährleisten kann, da nur sie auf die natürlichen Ressourcen achtet.
Bei einer Exkursion ins Debanttal, am 3. 6. 2016, befassten wir uns mit den Thema Almen. Da viele Almgebiete auch in den Außenzonen des NP Hohe Tauern liegen, luden wir dazu Herrn Andreas Angermann vom NP Hohe Tauern ein, uns zu begleiten und uns mehr über dieses Thema zu erzählen. Wir erfuhren unter anderem, wie die Almwirtschaft entstanden ist und wie die Almwirtschaft im NP heutzutage gemanagt wird. Manche Wiesen dürfen weiterhin ganz normal beweidet werden, andere hingegen unterliegen besonderen Bewirtschaftungsauflagen, z.B. weil man besondere, nur hier vorkommende, seltene Arten besonders fördern möchte. Die Bauern bekommen dann für den Gewinnverlust Ausgleichszahlungen. Wichtig ist, dass die Weiden und Wiesen weiterhin genutzt werden, da sie sehr artenreich sind, und diese Artenfülle durch Nichtbewirtschaftung verloren ginge. In diesem Fall würde sich der Wald wieder seinen ursprünglichen Lebensraum zurückerobern.
Dass Wiese nicht gleich Wiese ist, sondern Wiesenflächen sehr unterschiedlich aussehen können, das erfuhren wir bei einer Exkursion nach Nussdorf Debant, am 10.6.2016. Hier erklärte uns Herr Mag. Herbert Angerer, ein selbständiger Landschaftsökologe, wie man Wiesen kartiert und klassifiziert und welche Rückschlüsse man aus den vorhandenen Pflanzenarten auf Lebensraum und Bearbeitungsweise ziehen kann! Umgekehrt kann man dieses Wissen auch einsetzen, um bestimmte Pflanzengesellschaften gezielt zu fördern. Natürlich durften wir die Methoden selbst ausprobieren und bestimmten fleißig Pflanzen um herauszufinden, welchen Wiesentyp wir vor uns hatten!
Im letzten Teil unseres Projektes befassten wir uns mit dem Thema Lebensmittelanalyse, in welchem wir versuchten, Lebensmittelproben mit Hilfe chemischer Methoden selbst zu identifizieren. Dieser zweistündige Workshop fand am Freitag, den 17. 6.2016, mit zusätzlicher Unterstützung durch Herrn Prof. Thomas Papst, statt!
Alles in Allem haben wir durch dieses Projekt  sehr interessante Einblicke in die Materie gewonnen und sind nun überzeugt: „Bio ist wirklich besser“
Die Schülerinnen und Schüler der 7C


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