Klasse!Forschung: Gewässerverschmutzung - Abwasserreinigung


An die 140 Liter Trinkwasser verbraucht der Durchschnitts- Österreicher täglich. Beim Duschen, beim Wäschewaschen oder dem Geschirrspülen, überall gelangen viele Schmutz- und Schadstoffe ins Wasser und verschwinden mit dem Abwasser aus unserem Blickfeld im Abflussrohr.
Was früher einfach in Bäche und Flüsse eingeleitet wurde und zur Verschmutzung vieler Gewässer  führte, wird heutzutage nach österreichischen Umweltstandards in zentralen Kläranlagen in aufwändigen Reinigungsverfahren wieder aufbereitet und im gereinigten Zustand den Oberflächengewässern zugeführt.
Welche chemischen Verbindungen in verunreinigtem Wasser nachweisbar sind oder wie eine Kläranlage aufgebaut ist und wie sie funktioniert, waren die Schwerpunktthemen eines vom gemeinnützigen Verein „klasse!Forschung“ geförderten Forschungsprojektes.
Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen und auch die Oberstufenschüler/innen der Biologie- Modulgruppen waren in dieses Projekt eingebunden.
Prof. Erich Lexer und Prof. Martin Wieser unterstützten dabei die Laborschüler/innen, wenn es darum ging, mittels eines für das forschende Lernen zur Verfügung gestellten Methodenkoffers, geeignete Materialien für eine möglichst wirksame und effiziente physikalische Abwasserreinigung zu zu finden.
Prof. Renate Ressi betreute die 4. Klassen. Im Chemieunterricht wurden verschiedene physikalische und chemische Reinigungsmethoden erprobt. Mit Sieben und verschiedenen Filtern versuchten die jungen Forscher, Verschmutzungen wie Grobteile und Öle aus dem verunreinigten Wasser zu eleminieren. Auch Farbstoffe und andere gelöste chemische Verbindungen, die das Abwasser schwer belasten, konnten letztendlich mittels Aktivkohle größtenteils entfernt werden.
Auch für die Oberstufenschüler/innen der Biologie- Modulgruppen von Prof. Martin Wieser und Prof. Margit Mühlmann waren die Wasserverschmutzung und die Versuche rund um die  Reinigungsstufen einer Kläranlage interessante Forschungsbereiche. Bei ihren im „Kleinen“ entworfenen Kläranlagen konnten die Schüler/innen feststellen, dass trotz aufwändiger Reinigungsmethoden noch immer einige problematische Stoffe im geklärten und aufbereiteten Wasser zurückbleiben und eine vollkommene Reinigung auch in einer herkömmlichen Kläranlage nicht möglich ist.
Von ihnen wurden auch verschiedene heimische Oberflächengewässer auf ihre Wasserqualität hin untersucht. Dabei wurde überprüft, ob durch organische Verunreinigungen oder durch die Überdüngung von Feldern eine Schadstoffanreicherung in Gewässern erfolgen kann. Mit Hilfe eines Wasseranalysekoffers wurden die Wasserproben auf wichtige Parameter wie Gesamthärte und ph-Wert oder die anorganischen Abbauprodukte Ammonium, Nitrit, Nitrat und Phosphat überprüft und anschließend analysiert und verglichen.
Mit Zufriedenheit nahmen sie zur Kenntnis, dass die Messwerte allesamt im Toleranzbereich lagen und bestätigten damit die Wassergüte der untersuchten Gewässer.
Mit diesem Projekt wurde den Schülerinnen und Schülern nicht nur viel Fachwissen um die Themen Wasser - Wasserverschmutzung - Abwasserreinigung vermittelt, sondern es wurde auch großer Wert darauf gelegt, dass die Jugendlichen grundlegende biologische Zusammenhänge erkennen. Sie sollten für einen sparsamen und bewussten Umgang mit dem Rohstoff Wasser sensibilisiert werden und ihr Umweltverständnis erweitert werden.



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