Australier in Osttirol - 1942 und 2017

 

Am Montag, dem 18. Dezember 2017 wurden die Schülerinnen und Schüler der 7a, b, c zu einem historischen Vortrag in den Festsaal geladen. Prof. Roland Domanig, seines Zeichens pensionierter Professor der HAK und mittlerweile ambitionierter Hobbyhistoriker, präsentierte Erkenntnisse seiner Forschungen über australische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Osttirol.

Im Jahr 1941 gerieten insgesamt 5000 alliierte Soldaten auf Kreta in deutsche Kriegsgefangenschaft. Einige hundert von ihnen wurden in das Gefangenlager STALAG XVIII nach Wolfsberg in Kärnten verbracht und anschließend zu Zwangsarbeit auf verschiedene Bezirke aufgeteilt. Von 1942 bis 1945 waren über 80 POWs aus Australien in Leisach, Nikolsdorf, St. Johann und Zedlach stationiert. Prof. Domanig berichtete über die harten Lebensbedingungen, die traumatisierenden Hintergründe und den schwierigen Weg zurück in die Freiheit. Zur Illustration dienten historische Fotografien, Textausschnitte von Berichten über Lagerinspektionen des Internationalen Roten Kreuzes, und eine Filmdokumentation des australischen Historikers und Journalisten Phil Cleary.

Im Publikum saßen auch die sechs Gastschüler aus Wangaratta, 230 km nord-östlich von Melbourne, mit ihren Austauschpartnern. Neben dem Interesse an quasi greifbarer historischer Vergangenheit löste der Vortrag auch Erleichterung aus, in friedlichen Zeiten leben zu dürfen und mit Freude einander über Kontinente hinweg zu begegnen.


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