Interview mit Leane Grigorian, 6C

Von Anfang Oktober bis Ende November 2017 gehört eine Gastschülerin der 6C-Klasse an. Leane Grigorian kommt aus Lyon und besucht unsere Schule im Rahmen des laufenden Erasmus+ Projekts „Broaden Horizons“ in Form einer individual mobility.

Leane, bitte erzähle uns etwas über dich:
Mein Name ist Leane Grigorian, bin 15 Jahre alt und komme aus Lyon. Mein Vater stammt aus Armenien und heißt Arthur, meine Mutter hat Verwandte in Spanien und heißt Claire. Ich habe auch eine Schwester, die Ema heißt. Ich lerne seit 4 Jahren Deutsch an meiner Schule, dem CSI (Cite Scolaire Internationale). In meiner Freizeit tanze ich gerne.

Warum hast du dich für einen Aufenthalt in Österreich entschieden?
Ich wollte in ein Land mit deutscher Muttersprache, um mein Deutsch zu verbessern. Ich spreche jetzt auch schon sehr gut Deutsch und verstehe sogar ein bisschen Dialekt. Zudem war ich noch nie hier und wollte etwas Neues erleben. Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung.

Was hat dir hier in Österreich gut gefallen?
Der Schnee und die Landschaft, vor allem die riesigen Berge, haben mich sehr fasziniert. Darum bin ich auch gerne wandern oder einfach nur spazieren gegangen. Ich war hier das erste Mal richtig eislaufen, grillen, auf einer riesigen Schaukel und in einem Whirlpool. Wir sind auch oft mit dem Moped in die Schule gefahren, was neu für mich war.
Außerdem gibt es hier schöne Traditionen, wie z.B. die Krapfenschnaggler oder die Krampusse, und ich mag die Österreicher sehr gerne, weil sie freundlich und lustig sind.

Was hat dich überrascht?
Es war für mich sehr ungewohnt, dass man hier Hausschuhe tragen muss, da es das bei uns nicht gibt. Ich war auch sehr überrascht, als ich für einen Kuchen einen Blätterteig kaufen wollte und dieser nicht rund, sondern rechteckig war. Außerdem habe ich sehr gestaunt, als wir ins Kino wollten und es nur vier Kinosäle gab. Neu für mich war auch, dass man hier zur Weihnachtszeit so viele verschiedene Kekssorten bäckt und dass schon im November die Geschäfte voll mit Weihnachtssachen sind.

Wie findest du das österreichische Essen?
Das Essen hat mir sehr gut geschmeckt. Meine Lieblingsspeisen aus Österreich sind Kaiserschmarren und Schlipfkrapfen, außerdem sind die Joghurts, die Semmeln und die Milka-Schokoladen hier sehr gut.

Worin unterscheidet sich unsere Schule von deiner?
Das CSI ist viel größer als das BG/BRG Lienz, da wir viel mehr Schüler sind. Wir haben jedes Jahr andere Lehrer und viele Freistunden, da sich die Stunden nach den Lehrern richten. Außerdem gibt es bei uns 20 verschiedene Noten. Wir müssen viel öfter ins Sekretariat, z.B. wenn wir zu spät sind.
So große Tests wie Schularbeiten gibt es bei uns nicht. Unsere Arbeiten schreiben wir zu Hause und geben sie dann ab. Dafür gibt es mehrere kleine Tests, die dafür aber nicht so viel zählen.

Hattest du während den zwei Monaten Heimweh?
Ja, ich habe mein zu Hause, meine Familie und Freunde, die Landschaft von Lyon und sogar meine Schule ein wenig vermisst.

 

Dieses Interview führte ihre „Gastschwester“ Anja Korber, 6c.
Anja wird im Jänner und Februar Leane und ihre Schule in Lyon besuchen.

 

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